Für besonders empfindliche Seitenbetreiber bringt AdSense ein Problem mit sich: Durch die weitestgehende Automatisierung, kommt es gelegentlich vor, dass unpassende Anzeigen erscheinen. Beispielsweise ist schon vorgekommen, dass neben einem Nachrichtenartikel über ein Bombenattentat Anzeigen wie „Bomben kaufen bei eBay“ stehen.

Im Mai 2010 hat Google Adsense übrigens auch endlich veröffentlicht, welchen Umsatzanteil der Seitenbetreiber erhält: 68% sind es und damit etwas mehr als bei den meisten anderen Vermarktungsnetzwerken, die oft nur 60% an den Partner ausschütten.

Beispiele für unpassende Adsense Anzeigen

Beispiele für unpassende Adsense-Anzeigen

Noch ein Tipp zu AdSense: Je größer ihr Kundenaccount bei AdSense ist, umso mehr bekommen Sie persönliche Unterstützung und Zugriff auf sogenannte „Special Features“. Diese beinhalten hauptsächlich Tools, um die Anzeigen noch besser an das Layout Ihrer Seiten anzupassen und so die Klickraten zu verbessern.

In den Genuss dieser Annehmlichkeiten kommen Sie ab ungefähr 10.000 € Umsatz monatlich. anzupassen und so die Klickraten zu verbessern.

Martkplätze und Netzwerke

Neben Googles AdSense gibt es in Deutschland derzeit noch einige weitere Marktplätze. Zu den wichtigstens zählen AdScale, Adjug und das zu Yahoo gehörende RightMedia. Letzteres konzentriert sich aber eher auf den Short Tail weshalb die Einstiegshürden relativ hoch sind.

Wenn Sie über solche Netzwerke Ihre Vermarktung weitgehend automatisieren wollen, stellt sich allerdings folgendes Problem: Sie werden in den meisten Fällen nicht den maximalen TKP erzielen, wenn Sie nur eines der Netzwerke verwenden. Jedes der Netzwerke eignet sich für jeweils unterschiedliche Werbeflächen besonders gut. Deswegen empfiehlt es sich, diese miteinander zu kombinieren und effizient zu priorisieren.

Siehe dazu auch das Kapitel „TKP-Optimierung“.

Unter den Vermarktungsnetzwerken herrscht ein hoher Wachstumsdruck. Ähnlich wie es bereits in der Suchvermarktung passiert ist, tendiert dieser ebenfalls sehr stark zur Monopolbildung: Das größte Netzwerk zieht die meisten Werbekunden an und erreicht damit die höchsten TKPs für die am Netzwerk teilnehmenden Seitenbetreiber. Dies führt wiederum dazu, dass weitere Seitenbetreiber zum größten und für sie profitabelsten Netzwerk wechseln. Ein Teufelskreis für die kleineren Netzwerke.

Die Ausgangsposition von Google im Display-Werbemarkt ist zwar nicht ganz so stark wie im Suchbereich, in dem dem Konzern die Mehrheit aller Werbeeinblendungen selbst gehört. Dennoch ist Google mit AdSense schon heute wahrscheinlich der weltweit größte Vermarkter von Display-Werbeflächen. Vieles spricht dafür, dass Google eines Tages der einzige große Player sein könnte, aber noch ist der Weg dorthin lang und die kleineren Netzwerke bei weitem noch nicht überflüssig.

Nicht zuletzt werden kleinere Netzwerke auch überleben, in dem sie sich auf Nischen spezialisieren und beispielsweise Sonderwerbeformen und -formate anbieten, die Google nicht bedient.

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